6E — Session- & Risiko-Delta
Themenbereich: Asset-Delta (dünn) — Session-Rhythmus + Risiko/Overshoot für 6E (EUR/USD-Future); speist beide Engines Methodik-Kontext: AMT + Volumen-/Marktprofil + Orderflow (kein Footprint); Bestätigungs-Layer inkl. Gamma (MenthorQ verfügbar; Haltekraft session-abhängig — im London–NY-Overlap am stärksten); FX-Conviction-Layer statt Equity-Internals: DXY / US-Renditen & Bund-Treasury-Spread / Cross-FX Verwandte KB-Dateien: Methodik_Intraday-Management (Engine — „Session-Rhythmus” speist §2/§6/§7/§9) · Methodik_Trade-Management (Engine — „Risiko & Overshoot” speist §2/§8/§9.3/§11) · 6E_Open-Type-Playbook (Dual-Open-Frame + Anker-Konvention + Gamma/NY-Cut/DXY-Layer; verweist für Overshoot hierher) · Checkliste_6E-Dual-Open (Runtime; Level-Set + Anker-Konvention) · Sessions_London_ES-NQ-vs-FDAX (Session-Qualität — 6E-Prime = London–NY-Overlap; Gamma-Verfügbarkeit 6E bestätigt) · FDAX_Session-und-Risiko-Delta (EU-Session-Geschwister; Overshoot-Gegenpol „dünn-ehrlich ohne Gamma” vs. hier „tief-im-Prime mit Gamma”; 6E–FDAX nicht mechanisch gegenlesen) · ES_Session-und-Risiko-Delta (Gamma-Handhabung-Analogie: verfügbar, Haltekraft session-abhängig) · MicroStructure_Warum-und-Wie-Maerkte-sich-bewegen (6E-Zeile: Data-Spike-Vakuum via Adverse Selection C4; Sweep/Stop-Run an runden Zahlen C2) · AMT_Grundlagen-und-Schnellreferenz (Day-Types C, Excess/ORR A7) · Methodik_AMT-als-Filter (Drei-Ebenen) · Werkzeug_Delta-CVD (Absorptions-/Exhaustion-Trigger §5.1) · Werkzeug_Heatmap-Bookmap (Wall hält/refresht vs. pullt; im 6E nachrangiger Solo-Tell) · Werkzeug_VWAP (CME-FX-Anker) · Werkzeug_Options-Flow (Gamma + NY-Option-Cut-Pin §5.4) · Methodik_Journal-und-Kalibrierung (löst alle ⟨zu kalibrieren⟩-Felder) Geltung: Nur 6E-Unterschiede. 6E ist ein Prime-FX-Fenster-Instrument (London-zentriert, Dual-Open), qualitativ auf der FDAX-Seite (echte zweiseitige Auktion), aber mit Gamma und einem FX-Conviction-Layer. Keine Wiederholung universeller Logik (Phasen-Modell, Stop-/Sizing-Philosophie, Regime-Kipp → Engines) und keiner Open-Mechanik (4 Typen, Dual-Open-Klassifikation, DXY-/Gamma-/NY-Cut-Signaturen, Übergänge → 6E_Open-Type-Playbook). Der Delta ergänzt, er dupliziert nicht. Status: FERTIG
Kernaussage (Anker)
6E lebt im Prime-FX-Fenster: EUR/USD-Liquidität ist London-zentriert und peakt im London–NY-Overlap (15:30–17:30 FFM / 09:30–11:30 ET) — das beste Fenster des Tages. Anders als ES (ein RTH-Bogen) oder FDAX (zwei Vola-Injektionen in einem EU-Tag) hat 6E einen echten Dual-Open: Open 1 = EU (≈09:00 FFM) baut Range/Value, Open 2 = Overlap (15:30 FFM / 09:30 ET) ist der Haupt-Open, in dem sich der Tag entscheidet. Eigener Treiber: Zinsdifferenzen (Bund vs. Treasury), Fed/ECB-Erwartung — der Conviction-Layer ist ein FX-Layer (DXY / Renditen / Cross), keine Equity-Internals. Big-Figure-/Round-Number-Level (x.xx00, …50) sind eine 6E-eigene Level-Klasse und wirken als Magnete/Reject-Punkte. Voller Bestätigungs-Stack inkl. Gamma (im Overlap mit echter Haltekraft). Korrelation zum FDAX instabil → nie mechanisch gegenlesen.
Session-Gestalt (das 6E-Distinktive): Zwei qualitativ getrennte, beide handelbare Opens in einem CME-FX-Tag — mit zwei IB-Auflösungen (EU-IB und Overlap-IB), einer europäischen Mittags-Ausdünnung dazwischen und einem Liquiditätsabfall nach dem Overlap (später US-Nachmittag dünn). Das Engine-Phasen-Modell (§2) läuft deshalb im 6E zweimal ab (analog zur BTC-Makro-Overlap-Logik, Methodik_Intraday-Management §2) — die eigentliche Ausführung liegt im Overlap.
Zwei Merksätze, die diesen Delta tragen:
- Der Overshoot des 6E ist nicht das dünne Buch (FDAX), sondern der Big-Figure-Magnet. Im Prime-Fenster ist das Buch tief und ehrlich — Level werden sauber respektiert, Stops können vernünftig eng hinter Struktur sitzen. Der charakteristische 6E-Overshoot ist der kontrollierte Poke über eine runde Zahl (Stop-Cluster an …00/…50 werden geerntet,
MicroStructure…C2 Sweep/Stop-Run), nicht der wilde FDAX-Spike. Konsequenz: Stop nicht direkt an die Big Figure, sondern hinter die typische Magnet-Overshoot-Spanne dahinter. Außerhalb des Prime-Fensters (frühe EU/Asien, um Data-Releases) wird das Buch luftig → Air-Pockets/Data-Spikes (Adverse-Selection-Vakuum,MicroStructure…C4). - DXY ist der 6E-Frühwarner, den ES über $TICK und FDAX gar nicht hat. EUR/USD ist ~Hälfte des DXY → der USD-Komplex ist der stärkste Cross-Bestätiger und die DXY-Divergenz am Extrem (EUR macht neues Hoch, DXY macht kein neues Tief) ist ein erstklassiger Exhaustion-/ORR-Frühwarner — oft vor der CVD-Divergenz sichtbar. DXY/Renditen/Cross bleiben Conviction/Bestätigung, nie Trigger (wie VWAP/OHLC/Gamma).
Session-Rhythmus (speist die Intraday-Engine)
Kanonische Quelle für die 6E-Phasen-Uhrzeiten, die Methodik_Intraday-Management §2/§6/§7/§9 referenziert. Die Phasen-Logik selbst (was in jeder Phase zu tun/zu lassen ist, Liquiditäts-Filter über der Regime-Frage) steht dort und wird hier nicht wiederholt — hier nur die 6E-Zeiten und der 6E-spezifische Tint. Zeitkonvention: primär Frankfurt (CET/CEST) für die EU-Phase, ET für Overlap/NY-Cut zusätzlich; Frankfurt–NY-Versatz stabil 6 h außer den ~3 De-Sync-Wochen (s. Anomalien). Der 6E-Tag ist kein RTH-Bogen, sondern ein Dual-Open-Tag → das Phasen-Modell wird zweimal durchlaufen.
- Tages-Anker (CME-FX-Session): Sessionstart ≈17:00 ET / 23:00 FFM, 60-Min-Wartung 16:00–17:00 ET als Tagesgrenze. Asien ist dünn-aber-nicht-leer (echter, leichterer FX-Flow — anders als die ES-Platzhalter-Nacht) → Kontext/Sekundär-Regime, keine Ausführung.
- Open 1 (EU): ≈09:00 FFM (parallel zum FDAX-/Xetra-Open). EU-IB: 09:00–10:00 FFM. Sekundär, aber vollwertig: baut EU-Range/Value als Referenzset für Open 2.
- Open 2 (Overlap — HAUPT-OPEN): 15:30 FFM / 09:30 ET. Overlap-IB: 15:30–16:30 FFM (= 09:30–10:30 ET), mit dem NY-Option-Cut (16:00 FFM / 10:00 ET) mitten in der IB. Prime-Liquidität, volle Gamma-Haltekraft.
- Prime-Fenster: 15:30–17:30 FFM / 09:30–11:30 ET (Peak). Danach Liquiditätsabfall (später US-Nachmittag dünn) → Management-Vorsicht.
- Tages-Ende/Settlement-Grenze: CME-FX-Close ~16:00 ET / 22:00 FFM (dann Wartung). Kein Xetra-artiges 17:30-Cash-Settlement wie beim FDAX — die 6E-„Close-Frage” ist die Positionierung in den Prime-Abbau und in geplante US-Events (FOMC 20:00 FFM), nach Prop (Trade-Mgmt §7.3).
Phasen → 6E-Uhrzeit (Dual-Open-Mapping auf das Engine-Gerüst §2)
Das Engine-Modell (§2) läuft im 6E zweimal ab — einmal um Open 1, einmal (mit Priorität) um Open 2. Der Overlap ist das produktive Fenster; die EU-Phase ist vollwertig, aber sekundär.
| Engine-Phase (§2) | 6E-Fenster (FFM / ET) | 6E-spezifischer Tint (nur die Unterschiede) |
|---|---|---|
| 1 — IB-Auflösung (EU) | 09:00–10:00 FFM | Echte EU-Preisfindung (Sessions_London_…), aber vor dem Peak → belastbar, doch mit höherem Air-Pocket-Risiko auf EU-Headlines. EU-Kalender fällt in/an die IB: DE-/EU-Flash-PMIs (~09:30–09:55), ifo 10:00, ZEW 11:00 können den Typ in Sekunden kippen (Event überschreibt die Phase, Engine §2-Invalidierung). Baut die EU-Range/-VPOC als Open-2-Referenzset. Conviction über DXY/Cross, nicht Internals. |
| 2 — Vormittags-Entwicklung (EU) | ~10:00–~12:00 FFM | Produktive EU-Phase (parallel zum FDAX-Hoch), aber sekundär zum Overlap. EU-IB-Extension entscheidet sich hier (trägt vs. fällt → Engine §3). Was hier baut, ist Karte für Open 2. |
| 3 — EU-Mittags-Lull | ~12:00–~13:30 FFM ⟨zu kalibrieren⟩ | Europäische Mittags-Ausdünnung vor dem Overlap → Fake-Breaks/LVN-Durchläufe (Engine §6). „Nicht handeln” ist die Position; nur voll-konfluente A-Setups. Kürzer/flacher als die ES-Lull, weil ab ~14:00 ECB-Tage und die Vor-Positionierung in den 15:30-Overlap Aktivität anziehen. |
| 4a — Overlap-IB (Haupt-Open) | 15:30–16:30 FFM / 09:30–10:30 ET | Die 6E-Kern-Phase. Zweite IB des Tages, Peak-Liquidität, volle Gamma-Haltekraft. 08:30-ET-US-Daten (14:30 FFM, ~1 h vorher) sind eingepreist (Gap-Former, wie ES-08:30). NY-Option-Cut (16:00 FFM / 10:00 ET) mitten in der IB → Pin-Magnet vor dem Cut, häufig direktionale Auflösung danach. Kern-Frage: bricht der Overlap die EU-Range (Continuation) oder fadet er sie ins EU-Value (Reversal)? |
| 4b — Prime-Peak / US-Overlap | ~16:30–17:30 FFM / ~10:30–11:30 ET | Höchste Beteiligung des Tages → cleanste Direktional-/IB-Extension-Moves (Sessions_London_…). Regime bestätigt sich oder kippt (Engine §5/§7). Voller DXY/Cross-Conviction (US-Teilnehmer da). ECB-Tage: Presser (≈14:45 FFM) läuft in den frühen Overlap → Open 2 faktisch Post-ECB, eigener Vola-/Trend-Charakter. |
| 5 — Prime-Abbau / Post-Overlap | ab ~17:30 FFM / ~11:30 ET | Liquiditätsabfall nach dem Overlap → später US-Nachmittag dünn, Vakuum-anfälliger (Management-Vorsicht, Runner enger). Kein handelbarer EU-RTH-Bogen mehr. Positionierung in Post-Overlap/geplante US-Events (FOMC 20:00 FFM) nach Prop (Trade-Mgmt §7.3). CME-FX-Close/Wartung 16:00–17:00 ET als Tagesgrenze. |
Der Tint ersetzt nicht das Phasen-Modell — er verortet es (zweimal) in der 6E-Uhr. Die Signatur schlägt die Uhr: expandiert die EU-Phase auf einen Datenschock trotz „Lull”, oder bleibt der Overlap an einem Feiertag dünn, gilt die Liquiditäts-Signatur, nicht die Zeit (Engine §2). Der Aktivitäts-Schwerpunkt liegt im Overlap — die EU-Phase ist Kontext + frühe Position.
Event-Fenster (6E-spezifisch; speist Trade-Mgmt §9.3 & Intraday §2)
Alle Zeiten FFM (ET in Klammern, wo US-getrieben); exakte Release-Zeiten kalender-abhängig ⟨gegen Wirtschaftskalender prüfen⟩. EUR/USD ist zins-/zentralbankgetrieben → Zentralbank- und Top-Daten-Tage sind Sonderfälle mit eigenem Vola-Profil.
| Fenster (FFM / ET) | Ereignisse | Wirkung auf den Open-/Tages-Typ |
|---|---|---|
| ~08:00 FFM (vor Open 1) | DE-Hartdaten: CPI (flash/final), GDP, Auftragseingänge, Industrieproduktion, Handels-/Leistungsbilanz | Pre-Open-1-Gap-Treiber — im 09:00-Gap teils eingepreist; prägt die Acceptance-vs-Fade-Frage am EU-Open. |
| ~09:30–09:55 · 10:00 · 11:00 FFM (nach Open 1) | Flash-PMIs (DE/EU) · ifo 10:00 · ZEW 11:00 | Injiziert Vola in EU-IB/Vormittag → kann Typ kippen (OA → OD, OD stallt zu ORR). Erste Reaktion vom nachhaltigen Move trennen (Acceptance abwarten). |
| 14:30 FFM (08:30 ET, ~1 h vor Open 2) | US-Top-Daten: NFP/CPI/PCE/PPI/Retail/Jobless | Wie ES-08:30: prägt die Lage in den Overlap (eingepreist), injiziert nicht live. Acceptance der 6E-Datenreaktion → Continuation-Lean für Open 2; Fade → Reversal-Lean. Adverse-Selection-Vakuum um den Release (MicroStructure… C4) → scharfer Data-Spike. |
| 14:15 / 14:45 FFM (früher Nachmittag) | ECB: Zins-Entscheid 14:15, Pressekonferenz 14:45 (seit 21.07.2022; Statement/Projektionen ~15:00) | Binäres Event, das direkt in den Overlap läuft → an ECB-Tagen ist Open 2 faktisch Post-ECB (eigener Vola-/Trend-Charakter, Presser kann Typ live kippen). Vor dem Event nach Prop reduzieren/glattstellen (Trade-Mgmt §9.3). (Korrektur ggü. Seed-13:45/14:30 — das war der Prä-Juli-2022-Kalender; konsistent mit FDAX_Session-und-Risiko-Delta.) |
| 16:00 FFM (10:00 ET) — mitten in Overlap-IB | NY-Option-Cut (FX-Options-Expiry-Fixing) · zusätzlich US-10:00-ET-Daten (ISM/JOLTS/Cons. Conf.) | 6E-exklusiver Pin-/Gamma-Verstärker: große Expiry-Strikes pinnen vor dem Cut (→ OA/Pin in der IB), lösen danach oft direktional auf (→ Drive). Häufigster produktiver Overlap-Übergang. Behandlung: Options-Flow §5.4. |
| 20:00 FFM (14:00 ET, nach Prime) | FOMC (Statement 20:00, Presser 20:30) | Fällt in den dünnen Post-Overlap-Bereich → Overshoot-Verstärker bei ausgedünntem Buch; nur mit Prop-Deckung halten (Trade-Mgmt §9.3). USD-Komplex-Repricing → DXY führt. |
Alle Daten-/Zentralbank-Fenster sind Overshoot-Verstärker: ein Event-Spike kann den strukturellen Stop als Rauschen durchschlagen. Behandlung des Spikes = Trade-Mgmt §9.3 (Acceptance jenseits abwarten, nicht in den Spike aufstocken), Overshoot-Charakter = Abschnitt „Risiko & Overshoot” unten. 6E-Besonderheit: Um Zentralbank-/Top-Daten-Releases pullen die FX-Maker kollektiv (Adverse Selection,
MicroStructure…C4) → das Buch leert sich von selbst, der Spike läuft mit wenig Volumen weit. Nicht in das Vakuum jagen.
Anker-Konvention (6E-spezifisch — kanonisch in Checkliste/Open-Playbook)
6E löst den offenen Sessions-Punkt „VWAP-Anker-Konvention (6E)” einfacher als der ES: ein CME-FX-Tages-Anker trägt beide Opens, weil Asien dünn-aber-nicht-leer ist (kein ES-artiger Kaltstart-Reset nötig). Voll begründet in 6E_Open-Type-Playbook („Anker-Konvention”) und Checkliste_6E-Dual-Open — hier nur der Session-relevante Kern:
- Daily-VWAP (geankert an CME-FX-Globex-Tagesstart ≈17:00 ET / 23:00 FFM) = durchgängiger Ausführungs-Anker für beide Opens (OD/OTD-Pullback, OA-Fade-Referenz, Bias-Seite). Um 09:00 FFM bereits brauchbar (Asien-Flow warmgelaufen), um 15:30 FFM voll valide.
- Optional Session-/EU-VWAP (Anker ≈08:00 London / 09:00 FFM) = Verfeinerung für Open 1.
- Profil an denselben CME-FX-Tages-Anker: Overlap-Profil = ehrlichste Preisfindung, EU-Profil vollwertig, Asien-Profil = Referenz, nicht Value.
- OHLC: pClose/pdH/pdL auf Basis der vorigen CME-FX-Session; ONH/ONL = Asien-/Globex-Overnight-Extreme; Big/Mid-Figures = 6E-eigene OHLC-Klasse (Ebene 2, s. „Risiko & Overshoot”).
Verlässlichkeit folgt der Session-Qualität (
Sessions_London_…): VWAP/Gamma sind in EU/Overlap belastbar, in Asien schwächer. Im FDAX bewusst anders (dort Overnight-geankert, aber ohne Gamma); im ES bewusst anders (dort RTH-Kaltstart-VWAP, weil die ES-Overnight kontaminiert ist). 6E sitzt zwischen beiden: ein warmgelaufener Anker + Gamma.
Session-Anomalien (6E-spezifisch, kalender-abhängig prüfen)
- Sommerzeit-De-Sync (~3 Wochen im März & Okt/Nov): EU/US stellen nicht synchron um → der Overlap-/NY-Cut-Zeitpunkt verschiebt sich um 1 h relativ zur FFM-Uhr (
Sessions_London_…). Für 6E kritischer als für Single-Session-Instrumente, weil der Tag EU- und ET-Marken trägt → Overlap-/Cut-Timing in diesen Wochen aktiv prüfen. - NY-Option-Cut als tägliche Anomalie (16:00 FFM / 10:00 ET): kein Kalender-Sonderfall, sondern jeden Tag in der Overlap-IB — der einzige tägliche strukturelle Pin des 6E (Options-Flow §5.4). Große Expiry-Cluster verstärken ihn.
- ECB-/NFP-/CPI-Tage: eigenes Open-2-Verhalten (Post-ECB-Vola, Post-08:30-Gap, Data-Spike-Vakuum). An diesen Tagen ist der „normale” Overlap-Read außer Kraft → als Sonderfall behandeln (⟨zu kalibrieren⟩, Journal).
- Feiertags-/Brückentage: US-Feiertag → Overlap fällt faktisch aus (nur EU-Phase handelbar, dünn); EU-Feiertag → EU-Phase dünn, Overlap trägt allein. Dünne Ränder erhöhen die Air-Pocket-Neigung trotz schmaler Range (⟨zu kalibrieren⟩).
Risiko & Overshoot — kanonische Quelle für 6E (Open-Playbook & Trade-Management verweisen hierher)
Dieser Abschnitt ist selbsttragend: er definiert den 6E-Overshoot-Charakter (Big-Figure-Magnetismus), die daraus folgende Stop-Logik, die Punkt-/Tick-Werte als Sizing-Grundlage, die risiko-/exit-relevante Rolle des (verfügbaren) Gamma-Layers und — als 6E-Kernpunkt — den DXY/FX-Conviction-Layer als Overshoot-/Exhaustion-Frühwarner. Die universelle Stop-/Sizing-/Exit-Logik bleibt Methodik_Trade-Management (§2 Stop, §8 Sizing, §9 Fehler-Management) — hier nur die 6E-Parameter und der 6E-Tint, im Schema Erkennung/Bedingung → Handlung/Erwartung → Bestätigung → Invalidierung. Er löst den offenen Punkt „Overshoot-/Stop-Kalibrierung 6E” des 6E_Open-Type-Playbook und der Checkliste ein (beide verweisen hierher).
1. Overshoot-Charakter — Big-Figure-Magnetismus, nicht dünnes Buch
Der 6E-Overshoot hat eine andere Quelle als der FDAX-Overshoot. Der FDAX überschießt, weil sein Buch dünn ist (Vakuum/Pull, MicroStructure… FDAX-Zeile). Der 6E hat im Prime-Fenster ein tiefes, ehrliches Buch mit gutem Refill (MicroStructure… 6E-Zeile) → Level werden sauber respektiert, Excess ist klar, Stops können vernünftig eng hinter Struktur sitzen. Der charakteristische 6E-Overshoot ist deshalb kein wilder Spike, sondern ein kontrollierter Poke über eine runde Zahl:
- Big Figures (x.xx00) und Mid-Figures (…50) sind eine 6E-eigene Level-Klasse — Magnete, Stall- und Reject-Punkte, verstärkt durch Options-Strikes, die sich an runden Zahlen clustern (im ES/FDAX weit schwächer). Preis wird zur runden Zahl gezogen und pokt sie, bevor er hält/dreht.
- Mechanik: An …00/…50 clustern Stop-Orders. Ein Anlauf erntet diese Stops (Sweep/Stop-Run,
MicroStructure…C2) — die getriggerten Stops werden selbst zu Market-Orders und treiben den Poke über die Zahl, bevor die responsive Seite dreht. Das ist der Treibstoff des Big-Figure-OTD/-ORR (Open-Playbook). - Zweiter Overshoot-Modus — Data-Spike-Vakuum: Außerhalb des Prime-Fensters (frühe EU/Asien) und um Zentralbank-/Top-Daten-Releases pullen die FX-Maker kollektiv (Adverse Selection,
MicroStructure…C4) → das Buch leert sich, der Spike läuft mit wenig Volumen weit (Air-Pocket). Das ist ein Vakuum-Overshoot wie im FDAX, aber event-getrieben und terminiert, nicht struktureller Dauerzustand.
Konsequenzen für die Ausführung (im 6E-Prime milder als FDAX, aber Big-Figure-bewusst):
- Fades im Prime-Buch sind tragfähiger als im FDAX — „am Level” (Trade-Mgmt §1.2a) ist im tiefen Overlap-Buch eher vertretbar als im FDAX, aber nie an der Big Figure selbst und nie ohne Absorptions-Trigger. Nahe einer runden Zahl gilt der overshoot-anfällige Default: Reclaim-/Acceptance-Entry (§1.2c), den Magnet-Poke auslaufen lassen.
- Scale-in über die Magnet-Overshoot-Spanne an Big Figures (Trade-Mgmt §4.1): Teil-Entry nach erstem Poke + Absorption, Aufstockung nach Bestätigung — gestaffelte Summe unter dem Risiko-Budget (§8).
- Bookmap ist im 6E nachrangiger Solo-Tell (Future = Ausschnitt des Spot/OTC-Marktes; Liquidität kann spot-getrieben „springen”) → Delta/CVD + Tape + Struktur (Big Figures/Strikes) höher gewichten, Bookmap als Bestätigung (Checkliste_6E-Dual-Open, 6E-Caveat).
Regel — Big Figure nicht blind faden/breaken (der 6E-Kernfehler; E→H→B→I):
- Erkennung/Bedingung: Preis läuft eine Big/Mid-Figure an (ggf. konfluent mit Gamma-Wall/NY-Cut-Strike/EU-H-L); Fade- oder Breakout-Verlockung.
- Handlung/Erwartung: nicht an der runden Zahl einsteigen; den Magnet-Poke auslaufen lassen und auf Absorptions-Bestätigung (Fade) bzw. Acceptance jenseits (Break) warten (Werkzeug_Delta-CVD §5.1, Werkzeug_Heatmap-Bookmap).
- Bestätigung: Fade: Wall/Strike hält/refresht + Delta versiegt am Poke, dann CVD-Flip + DXY-Divergenz/-Flip am Extrem, Reclaim der Zahl. Break: Liquidität pullt, CVD trendet durch, DXY trendet sauber invers, Acceptance jenseits.
- Invalidierung: getrappter Breakout — Poke über die Zahl ohne Follow, sofortiger Snap zurück (das war Stop-Ernte, kein Break → faden); bzw. der gefadete Rand bricht mit Acceptance + DXY-Durchbruch (das war kein Halt → mitgehen). Poke ≠ Acceptance bleibt die AMT-Entscheidung (Trade-Mgmt §2).
2. Stop-Logik relativ zum Buch — eng im Prime, aber hinter den Big-Figure-Magnet
Die universelle Stop-Philosophie (Struktur statt Geldbetrag; jenseits der Invalidierung + Overshoot-Puffer; Poke ≠ Acceptance) steht in Methodik_Trade-Management §2. 6E-Tint:
- Der Overshoot-Puffer ist im Prime-Fenster moderat (tiefes Buch → kleiner als FDAX, größer als ES), aber an Big Figures gezielt weiter. Der Stop sitzt hinter die typische Magnet-Overshoot-Spanne hinter der runden Zahl — nicht direkt an …00/…50, sonst holt ihn die Stop-Ernte als Rauschen ab, bevor die These falsch ist. ⟨Big-Figure-Overshoot-Distanz in Pips zu kalibrieren, §5⟩
- Platzierung an FX-Struktur/Excess + Big-Figure-/Strike-Bewusstsein. Kandidaten: Swing-Extrem/Excess, LVN, EU-H/L, ONH/ONL, Gamma-Wall, NY-Cut-Strike — plus der Puffer hinter die nächste runde Zahl, wenn eine in Reichweite liegt.
- Randstunden-Aufschlag: In der frühen EU/Asien und um Data-Releases (Vakuum-Overshoot, §1) den Stop weiter atmen lassen — dort verhält sich 6E kurzzeitig FDAX-artig (Air-Pocket). Im Prime-Overlap dagegen eng möglich.
- Poke vs. Acceptance: ein Poke innerhalb der kalibrierten Big-Figure-Spanne ist keine Invalidierung; genau dafür liegt der Stop dahinter. Erst Acceptance jenseits (Zeit/Volumen, + DXY-Bestätigung) widerlegt die These.
Qualitative Stop-Ordnung je Open-Type (konkrete Pip-Werte ⟨zu kalibrieren⟩, s. §5; gilt für beide Opens, im Prime enger):
| Open-Type | Stop-Ort (6E) | Warum / 6E-Besonderheit |
|---|---|---|
| OD | hinter den ersten flachen Pullback (Daily-VWAP / Opening-Range-Rücklauf / Gamma-Flip) + Puffer | im Prime saubere flache Pullbacks; Big Figures werden durchlaufen (nicht Reject) → Stop hinter die durchbrochene Zahl |
| OTD | hinter das Test-Extrem (EU-H/L · ONH/ONL · Big Figure · Gamma-Wall/Cut-Strike) + Magnet-Puffer | Big-Figure-OTD: der Test ist oft ein Poke über die runde Zahl → weit genug hinter die Zahl atmen |
| ORR | jenseits des abgelehnten Extrems / Daily-Open-Pivots + Puffer | Reject-Level oft Gamma-Wall/Big Figure (volle Haltekraft im Overlap) → Fade früher/billiger als FDAX, aber Magnet-Poke einplanen |
| OA | hinter die Edge-Excess (Pin-/Cut-Strike/Big Figure) + Puffer (nie an der Kante) | im Prime halten Ränder verlässlich; NY-Cut-Pin als Sonder-Edge (vor Cut faden, nach Cut auf Auflösung umschalten) |
| Neutral | hinter das aufgelöste Extrem (erst ab Auflösung) | reduziertes Commitment bis eine Seite gewinnt (Intraday §4.3) |
Overshoot-/Stop-Richtwerte je Open-/Day-Type in Pips sind ⟨zu kalibrieren⟩ (unten §5) und speisen direkt die Stop-Distanz von Trade-Mgmt §2 → §8. 6E liegt zwischen ES (eng) und FDAX (weit): im Prime eng, an Big Figures und um Events gezielt weiter.
3. Punkt-/Tick-Wert & Sizing-Bezug — FX-fein, prime-getaktet
Grundlage für das Positionssizing (Methodik_Trade-Management §8; Formel dort, nicht hier dupliziert): Kontrakte = Risk-per-Trade ÷ (Stop-Distanz in Ticks × Tick-Wert).
| Kontrakt | Kontraktgröße | Tick-Größe → Tick-Wert | Pip (0,0001) | Rolle im Sizing |
|---|---|---|---|---|
| 6E (EUR/USD-Future) | 125.000 EUR | 0,00005 → 6,25 $ / Tick | 12,50 $ (= 2 Ticks) | Vollkontrakt; FX-typisch feiner Raster |
| M6E (Micro EUR/USD) | 12.500 EUR | 0,0001 → 1,25 $ / Tick | 1,25 $ | Fein-Sizing / Staffelung (1/10 des 6E) |
⟨Gegen Prop-Kontraktspezifikation prüfen⟩: Werte sind CME-Standard (6E: 125.000 €, min. Tick 0,00005 = 6,25 $; 1 Pip 0,0001 = 12,50 $ = 2 Ticks. M6E: 12.500 €, min. Tick 0,0001 = 1,25 $). Achtung: der Seed führte Tick/Pip invertiert („12,50 $/Tick”) — der Tick (0,00005) ist 6,25 $, der Pip (0,0001) ist 12,50 $. Kontraktgröße/Tick-Größe/-Wert vor dem Sizing gegen die aktuelle CME- und die Prop-Kontraktspezifikation verifizieren (P&L in USD, da EUR/USD in USD notiert).
6E-Sizing-Konsequenz (zwischen ES und FDAX):
- Der feine FX-Tick (6,25 $) und die im Prime moderaten Stop-Distanzen machen 6E size-freundlicher als den FDAX (kein 25-€-Punktwert × weiter Stop) und ähnlich handhabbar wie der ES — die Kontraktzahl ist selten der Engpass. Der eigentliche 6E-Engpass ist nicht die Größe, sondern das Fenster: Ausführung in den Prime-Overlap legen, wo Buch/Gamma/Conviction tragen.
- M6E ist das Werkzeug für Feinjustierung und Scale-in über die Big-Figure-Overshoot-Spanne (Trade-Mgmt §4.1/§8) — besonders an runden Zahlen, wo der exakte Dreh unsicher ist.
- Prop-Deckelung bindet weiterhin: die aus der Formel folgende Größe wird durch Max-Kontrakt-Limit, Rest-Daily-Loss und Trailing-Drawdown-Puffer gekappt — bindend ist die kleinste Grenze (Trade-Mgmt §7/§8). Der genaue Daily-Loss ÷ Stop-Distanz → Kontraktzahl ist ⟨zu kalibrieren: Prop-Sizing-Tabelle 6E → Methodik_Journal-und-Kalibrierung⟩.
Nie den Stop verengen, um die Größe zu rechtfertigen (Trade-Mgmt-Kernkopplung): Struktur setzt den Stop-Ort (§2), Prop/Punktwert setzen die Größe (§8). Im 6E ist die Versuchung nicht der große Punktwert (FDAX), sondern das Traden außerhalb des Prime-Fensters — dünnes Buch + weiter nötiger Stop bei kleinerem Edge.
4. Gamma-Layer (verfügbar, session-abhängig) + DXY/FX-Conviction als Risiko-Read
Der „Ersatz für einen fehlenden Gamma-Layer” ist der FDAX-Fall — im 6E ist Gamma vorhanden (MenthorQ, aus dem EUR/USD-Optionsfeld; Werkzeug_Options-Flow). Damit hat 6E, wie ES/NQ, einen Layer mehr, nicht weniger — plus einen FX-Conviction-Layer, den kein anderes Instrument der Gruppe so hat. Volle Regime-→Open-Type-Logik: 6E_Open-Type-Playbook („Gamma-Layer” + FX-Conviction). Hier nur die risiko-/exit-relevante Nutzung.
(a) Gamma — verfügbar, aber Haltekraft folgt der Session-Qualität (die 6E-Besonderheit):
- Haltekraft: im EU-Open wachsend (valide Referenz, noch nicht maximal), im Overlap maximal (Dealer-Hedging-Flow + NY-Cut präsent) — schwächer/reiner Referenzcharakter in der frühen EU/Asien. → Gamma als Fade-/Stop-Anker nur im Prime voll gewichten; im EU-Open als Referenz, außerhalb vorsichtig.
- Gamma-Wall (Call/Put) = hochwertiger Stop-/Ziel-Anker im Overlap: als Ziel Widerstand/Support/Magnet, als Stop-Referenz Invalidierung jenseits der Wall + Puffer. Eine Gamma-Wall auf einer Big Figure/einem Cut-Strike ist ein schweres Level (Trade-Mgmt §10) → größer sizen/Ziel weiter.
- NY-Option-Cut-Strike (16:00 FFM / 10:00 ET) = Pin-Magnet in der Overlap-IB (Options-Flow §5.4): vor dem Cut faden (Pin), nach dem Cut auf Auflösung/Drive umschalten. Der einzige tägliche strukturelle Pin des 6E.
- Gamma-Flip-Level = Regime-Pivot: Acceptance jenseits = Regimewechsel (Pin↔Trend) → Trail straffen / Stil umschalten (Intraday §5). Im Overlap das sauberste options-abgeleitete Regime-Signal, das 6E liefert (der FDAX hat es nicht).
(b) DXY/US-Renditen/Cross — der FX-Conviction-Layer als Overshoot-/Exhaustion-Frühwarner (6E-exklusiv):
- DXY ersetzt die Equity-Internals ($TICK/Breadth/VIX sind Equity-Tools, im 6E bedeutungslos). EUR/USD ist ~Hälfte des DXY → der USD-Komplex (DXY, andere USD-Pairs, 2y/10y-Renditen, Bund-Treasury-Spread) ist der stärkste Cross-Bestätiger.
- Risiko-Read: Die DXY-Divergenz am Extrem (EUR macht neues Hoch, DXY macht kein neues Tief / USD-Komplex bestätigt nicht) ist ein erstklassiger Exhaustion-/ORR-Frühwarner — im 6E oft vor der CVD-Divergenz sichtbar, weil sie das ganze Dollar-Repricing abbildet, nicht nur den 6E-Aggressor. Das macht sie zum wertvollsten Overshoot-Frühwarner des Instruments.
- Konvention: DXY/Renditen/Cross sind — wie VWAP/OHLC/Gamma — Conviction/Bestätigung, nie Trigger. Sie werten einen Fade-/Stop-/Ziel-Ort auf oder warnen früh, lösen aber nie selbst einen Entry/Exit aus.
Regel — DXY-Divergenz als Exhaustion-Frühwarner (E→H→B→I):
- Erkennung/Bedingung: 6E läuft in ein Extrem (oft an Big Figure/Gamma-Wall/Cut-Strike); der USD-Komplex bestätigt nicht (DXY macht kein spiegelbildliches Extrem, andere USD-Pairs laufen leer, Renditen stützen nicht).
- Handlung/Erwartung: Exhaustion-Verdacht → kein Nachkaufen in Richtung des 6E-Extrems; Fade-/ORR-Read vorbereiten, aber erst mit Orderflow-Trigger (Absorption + CVD-Flip am Extrem) auslösen.
- Bestätigung: CVD-Divergenz + Absorption am Extrem treffen die DXY-Divergenz; nach der Wende kippt DXY mit dem Reverse (durch den Daily-Open = ORR bestätigt).
- Invalidierung: DXY bestätigt doch (macht das spiegelbildliche Extrem, USD-Komplex einheitlich) + Acceptance jenseits → keine Exhaustion, sondern Continuation/OD → nicht faden, ggf. mitgehen. Divergenz-Schwelle (ab wann real vs. Rauschen) ⟨zu kalibrieren, §5⟩.
Konvention (durchgängig): VWAP, OHLC, Gamma und DXY/Cross sind Bestätigung/Conviction, nie Trigger. Sie werten Stop-/Ziel-/Trail-Level auf (Konfluenz-Score) bzw. warnen früh; der Trigger bleibt der Orderflow am Level (Ebene 3). Kein Footprint — Aggressor-Reads über Delta-Bars/CVD-Verläufe.
5. Offene Punkte / empirisch zu kalibrieren
Auflösung durchgängig über Methodik_Journal-und-Kalibrierung (Log-Feld → Aggregation → Rückschreiben hierher). Kein erfundener Wert.
- ⟨zu kalibrieren: Big-Figure-Overshoot-Distanz (Pips)⟩ vor Halt/Abpraller/Durchlauf, je Gamma-Regime und Mid- (…50) vs. Big Figure (…00). Die 6E-Kern-Kalibrierung (Gegenstück zur FDAX-Overshoot-Spanne); speist Stop-Platzierung §2 und Trade-Mgmt §2. (Journal-Zeile „Big-Figure-Overshoot 6E” — reziprok ✓.)
- ⟨zu kalibrieren: Overshoot-/Stop-Richtwerte je Open-/Day-Type (Pips)⟩ getrennt für Prime-Overlap (eng) vs. EU/Randstunden (weiter). (Journal-Zeile „Overshoot-/Stop-Spanne je Typ (alle Deltas)” — reziprok ✓; verzahnt Trade-Mgmt §13.)
- ⟨zu kalibrieren: DXY–6E-Divergenz-Schwelle⟩ — ab welcher Divergenz „Exhaustion” (ORR-Frühwarner, §4b) sauber vom Rauschen trennt. (Journal-Zeile „DXY–6E-Divergenz-Schwelle”, §10.G — reziprok ✓; Log: 6E-Extrem, DXY-Bestätigung ja/nein, folgte Reversal?; Aggregation: Divergenz-Schwelle „real vs. Rauschen”.) Verzahnt mit dem Open-Playbook-Punkt „DXY-Divergenz-Schwellen”.
- ⟨zu kalibrieren: NY-Cut-Pin-Trefferquote⟩ (Pin vor 10:00 ET → direktionale Auflösung danach) + typische Strike-Distanz, ab der der Cut pinnt. Kanonisch bei Werkzeug_Options-Flow §5.4 (⟨Pin-Trefferquote je Termin — NY-Option-Cut (6E)⟩) — reziprok ✓; hier als 6E-Risiko-Punkt gespiegelt.
- ⟨zu kalibrieren: EU-Range → Overlap-Auflösung⟩ (Break- vs. Fade-Quote der EU-Range am 15:30-FFM-Open) — das 6E-Pendant zum FDAX-„EU-Range am US-Open”, hier als Primär-Trade. Verzahnt mit Intraday §7 (Continuation vs. Reversal) und dem Open-Playbook-Punkt.
- ⟨zu kalibrieren: Gamma-Wall-Bruch-/Halt-Quote 6E je Session-Phase⟩ (Haltekraft EU-Open wachsend vs. Overlap maximal). (Journal-Zeile „Gamma-Wall-Bruch-/Halt-Quote 6E je Session-Phase”, §10.D — reziprok ✓; ergänzt die ES/NQ-Wall-Bruch-Zeile um 6E.)
- ⟨zu kalibrieren: EU-Lull-Fenster 6E exakt⟩ (~12:00–~13:30 FFM als Startannahme) — wann das Signal-Rausch-Verhältnis vor dem Overlap kippt; kürzer/flacher als ES vermutet. Verzahnt mit Intraday §6/§12 („Lull-Fenster je Instrument”).
- ⟨zu kalibrieren: IB-Extension-Trefferquote 6E je Open⟩ (EU-IB 09:00–10:00 vs. Overlap-IB 15:30–16:30 — trägt vs. fällt zurück). Kanonisch kalibriert in Intraday §3/§12; deckt den Open-Playbook-Punkt „RTH-IB-Extension” für beide 6E-Opens ab.
- ⟨zu kalibrieren: Prop-Sizing-Tabelle 6E⟩ (Daily-Loss ÷ Stop-Distanz → Kontraktzahlen, 6E/M6E). Verzahnt mit Punkt-/Tick-Wert §3 und Trade-Mgmt §8/§13. (Journal-Zeile „Prop-Sizing 6E/M6E”, §10.B — reziprok ✓.)
Schnellreferenz (6E-Delta)
Session (FFM / ET): CME-FX-Anker ≈17:00 ET / 23:00 FFM · Asien = Kontext (dünn-aber-nicht-leer) · Open 1 (EU) 09:00 FFM, EU-IB 09:00–10:00 · EU-Vormittag ~10:00–~12:00 (sekundär) · EU-Lull ~12:00–~13:30 ⟨zu kalibrieren⟩ · Open 2 (Overlap, HAUPT) 15:30 FFM / 09:30 ET, Overlap-IB 15:30–16:30 (= 09:30–10:30 ET) mit NY-Cut 16:00 FFM / 10:00 ET · Prime-Peak ~16:30–17:30 FFM / ~10:30–11:30 ET · Prime-Abbau ab ~17:30 FFM · CME-FX-Close/Wartung 16:00–17:00 ET. Events: DE-Hartdaten ~08:00 (Gap) · PMIs/ifo/ZEW ~09:30–11:00 (EU-IB-Kipp) · US-08:30 ET = 14:30 FFM (Gap-Former Open 2) · ECB 14:15/14:45 (Post-ECB-Overlap) · NY-Cut 16:00 FFM / 10:00 ET (täglicher Pin) · FOMC 20:00 FFM (Post-Overlap, dünn).
Anker: ein CME-FX-Daily-VWAP trägt beide Opens (um 09:00 brauchbar, um 15:30 voll valide) — kein ES-Kaltstart, kein FDAX-only-Overnight. Optional EU-Session-VWAP als Open-1-Verfeinerung. Overlap-Profil = ehrlichste Preisfindung. (Kanonisch in Checkliste/Open-Playbook.)
Risiko: Overshoot-Quelle = Big-Figure-Magnetismus (kontrollierter Poke über runde Zahl, Stop-Ernte MicroStructure… C2), nicht dünnes Buch → Stop hinter die Big-Figure-Spanne, nie an …00/…50 · im Prime eng möglich (tiefes ehrliches Buch), in EU/Randstunden + um Data-Releases weiter (Adverse-Selection-Vakuum C4) · Bookmap nachrangiger Solo-Tell (Spot führt) → Delta/CVD + Tape + Struktur höher · 6E 6,25 $/Tick (0,00005), Pip 12,50 $; M6E 1,25 $/Tick ⟨CME/Prop prüfen — Seed hatte Tick/Pip invertiert⟩ → size-freundlich (Engpass ist das Fenster, nicht die Größe), Prop-Deckel bindet.
Gamma + Conviction (6E hat beide): Gamma verfügbar (Wall/HVL/Flip + NY-Cut-Strike als Stop-/Ziel-/Pin-/Regime-Referenz), Haltekraft session-abhängig (Overlap maximal, EU-Open wachsend) — kein Ersatz nötig · DXY/US-Renditen/Cross ersetzen Equity-Internals; DXY-Divergenz am Extrem = bester Exhaustion-/ORR-Frühwarner (oft vor CVD) · 6E–FDAX nicht mechanisch gegenlesen (instabile Korrelation) · alle bleiben Bestätigung, nie Trigger.
Merksätze: Dual-Open — EU baut, Overlap entscheidet · Overshoot = Big-Figure-Poke, nicht FDAX-Spike · Stop hinter die runde Zahl, nicht an sie · im Prime eng, außerhalb/um Events weit · DXY ist der Frühwarner, den ES/FDAX nicht haben · Gamma-Haltekraft folgt der Session (Overlap = maximal) · NY-Cut = täglicher Pin (vor Cut faden, nach Cut Auflösung) · Zeiten → dieser Delta, Overshoot-Pips → Journal, Stop-/Sizing-Logik → Trade-Mgmt, Regime-Kipp → Intraday, Open-Mechanik/DXY-Signaturen → Open-Playbook.