Checkliste: NQ 09:30-ET-Open — Ablauf & Referenz

Themenbereich: Operative Runtime-Checkliste (NQ 09:30-ET-US-Cash-Open) Methodik-Kontext: AMT + Volumen-/Marktprofil + Orderflow (Bookmap/Heatmap, Delta/CVD, DOM, Tape — kein Footprint); Bestätigungs-Layer: VWAP (Daily/Weekly/Monthly/Session), OHLC, Gamma-Level (MenthorQ — im NQ verfügbar, in der RTH mit echter Haltekraft, aber „weicher” als im ES); RTH-Booster: Markt-Internals (NASDAQ-TICK + NYSE-$TICK, Breadth, VXN/VIX) + ES-Korrelation als Cross-Check Instrument: NQ (Futures), Heimat-RTH 09:30–16:00 ET (15:30–22:00 FFM) Verwandte KB-Dateien: Methodik_AMT-als-Filter (Prozess-Hierarchie), AMT_Grundlagen-und-Schnellreferenz (Theorie/Vokabular), NQ_Open-Type-Playbook (Typ-Klassifikation — Mutter-Dokument dieser Checkliste), Sessions_London_ES-NQ-vs-FDAX (Vehikelwahl), Checkliste_ES-0930-Open (Schwester-Checkliste, gleicher Open / anderes Instrument), Checkliste_FDAX-09-Open (Schwester-Checkliste, anderer Markt) Geltung: Operative Referenz für den 09:30-ET-Open. Setzt NQ_Open-Type-Playbook und die o. g. Dateien als bekannt voraus. Status: FERTIG


Kernaussage

Diese Checkliste fährt die Drei-Ebenen-Logik (Methodik_AMT-als-Filter) als zeitlich geordneten Ablauf: Kontext/Filter → Wo → Wann. Vier Phasen, eine Disziplin-Regel. NQ-Besonderheit gegenüber dem ES: Der Open löst eine ganze Globex-/Overnight-Platzhalter-Auktion auf (nicht erste Preisfindung) — die im NQ noch luftiger ist; das Gamma-Regime liefert einen zweiten Ebene-1-Bias (Walls „weicher” als im ES); Internals/ES liefern den RTH-Conviction-Layer (NQ = High-Beta-Leader, ES = schwerer Cross-Check); und das luftige Buch erzwingt weitere Stops (Overshoot atmen — anders als der enge ES-Stop).

Disziplin-Gate (über allem): Kein Trade ohne alle drei — AMT-Seite ✓ + Level ✓ + Orderflow-Trigger ✓. Fehlt eine Ebene, fehlt der Trade. Internals/ES sind kein viertes Gate, sondern der Conviction-Check auf dem Trigger: bestätigen sie → volle Größe; widersprechen sie (z. B. ES bestätigt NQ-Extrem nicht) → kleineres Commitment oder Pass.

Reihenfolge nie umkehren: Erst klassifizieren (welcher Open-Type), dann ausführen. Nie ausführen, bevor Typ + Orderflow-Signatur bestätigt sind.


Dein Level-Set (einmal verstehen, täglich anwenden)

Die Level sind Ebene 2 (das „Wo”). Sie entscheiden nichts allein — sie sind die Orte, an denen Open-Type-Logik (Ebene 1) und Orderflow (Ebene 3) zusammentreffen.

LevelRolleSpeist v. a.
Daily Open (09:30 ET)Der Pivot des TagesORR-Dreh-/Acceptance-Pivot; Bezugspunkt für „treibt es weg vom Open?”
Vortags-RTH-Close (Settlement 16:00 ET)Gap-ReferenzPre-Open-Lean: Gap akzeptiert (→ OD/OTD) oder gefadet (→ ORR)? NQ gappt größer/häufiger
PDH / PDL (Vortags-RTH-H/L)Tagesextreme VortagOTD-Test · ORR-Reject-Level · OA-Edge
Prev VAH / VAL / POC (Vortags-RTH-Value)Value VortagOpen-Lage (in/out of value) · OA-Rotation · POC = Magnet
ONH / ONL (Globex-Overnight-H/L)Overnight-ExtremeOTD-Test · ORR-Reject — im NQ schwächer (luftig, leicht durchstoßen)
ON-VPOC / Overnight-ValueOvernight-VerdichtungAcceptance-Tell: wandert weg vom Vortag (Acceptance) vs. bleibt am Vortags-Value (Fade); im NQ vorsichtig gewichten
Naked / Virgin POCunfinished businessMagnet/Ziel · häufiger Overnight-Test
Weekly Open · PWH / PWLWochen-Pivot/-ExtremeWochen-Bias · größere Ziele · Reject-Level
Gamma: Call-Wall / Put-Wall (MenthorQ)Options-WändeOTD-Test · ORR-Reject · OA-Edge — „weicher” als im ES (brechen leichter, braucht Orderflow-Bestätigung)
Gamma: HVL / größter StrikePin-MagnetOA-Rotationszentrum · Tagesziel — Pin weniger klebrig als im ES
Gamma-Flip-LevelRegime-PivotAcceptance jenseits = Regimewechsel (Pin↔Trend)
RTH-Session-VWAP (Anker 09:30, Kaltstart)RTH-Session-MittelOD/OTD-Pullback-Einstieg · OA-Fade-Referenz (valide ab ~Ende 1. 30-Min-Periode)
Daily VWAPTages-MittelBias-Seite · Magnet
Weekly / Monthly VWAPWochen-/Monats-MittelBias-Filter · Makro-Magnet · Entscheidungslevel
Globex-Daily-VWAP (ab 18:00 ET)Overnight-Mittelnur Pre-Open-Kontext, kein Ausführungs-Magnet (im NQ stärker „kontaminiert” als im ES)

Anker-Konvention (NQ, projektweit): RTH-Profil ist die ehrliche Preisfindung — das Overnight-/Globex-Profil ist Referenz, nicht belastbarer Value (im NQ noch deutlicher als im ES, weil die Overnight luftiger ist). VWAP getrennt: Globex-Daily-VWAP nur als Pre-Open-Kontext; RTH-Session-VWAP mit Kaltstart 09:30 ET als Ausführungs-Anker (gewinnt mit Volumen Validität → in den ersten ~30 Min vorsichtig gewichten). (Gleiche Konvention wie im ES, bewusst konsistent. Bewusster Unterschied zum FDAX, wo Profil + VWAP durchgehend Overnight-geankert sind. Details in NQ_Open-Type-Playbook.)

Konfluenz-Regel: Stacken mehrere Referenzen nah beieinander (z. B. PDH + ONH + Gamma-Call-Wall + Weekly VWAP auf engem Band) → „schweres” Level, hohe Qualität, hier zuerst hinschauen. Einzelne Linie ohne Konfluenz → leichtes Level, vorsichtiger. Eine Gamma-Wall auf einem Profil-Level ist auch im NQ-RTH ein starker Qualitätsverstärker — aber sie braucht Orderflow-Bestätigung (NQ-Walls brechen leichter als ES-Walls).

Bias-Schnellread (zwei 10-Sekunden-Reads, Ebene-1-Stütze):

  1. VWAP-Bias: Preis über allen drei (Daily/Weekly/Monthly) → Long-Edge · unter allen drei → Short-Edge · gemischt → kein klarer Makro-Bias → zweiseitig/OA-anfällig → kleineres Commitment.
  2. Gamma-Regime-Bias: positives GEX → Vol-Suppression → OA/Pin-Bias (Walls halten, Fades hochwertig — Pin im NQ aber weniger klebrig) · negatives GEX → Vol-Expansion → OD/Trend-Bias (Walls brechen, Breakouts tragen — im luftigen NQ besonders beschleunigend).

Phase 0 — Pre-Open (vor 09:30 ET): Karte + Kontext

Ziel: Mit fertiger Karte und 2–3 erwarteten Typen in den Open gehen — nicht erst um 09:30 anfangen zu lesen. NQ-Reihenfolge: erst die Overnight auflösen, dann Gap, dann Gamma, dann Tech-/US-Kontext.

Overnight-Auflösung (das ES/NQ-Rückgrat):

  • ON-Range + ONH/ONL einzeichnen (Globex-Hoch/-Tief als Test-/Reject-Referenz — im NQ schwächer, leicht durchstoßen)
  • ON-VPOC / Overnight-Value lesenAcceptance-Tell: wandert der Overnight-Value in Gap-Richtung weg vom Vortag (Acceptance-Lean → OD/OTD) oder bleibt er am / kehrt zum Vortags-RTH-Value trotz Spike (Fade-Lean → ORR)? (Dünne NQ-ON-Verdichtung → vorsichtig gewichten)
  • Globex-VWAP-Lage als grober Overnight-Kontext (nicht als Ausführungs-Level)

Gap-Logik (vs. Vortags-RTH-Close):

  • Gap lesen: Größe + Richtung des erwarteten 09:30-Open ggü. Vortags-RTH-Close (NQ-Gaps größer/häufiger als ES)
  • Open-Lage: innerhalb / außerhalb Vortags-VA (VAH/VAL)? außerhalb = Initiative erwartbar, innerhalb = Balance/OA wahrscheinlicher
  • Open vs. Vortags-Range: außerhalb der gestrigen RTH-Range = stärkste Initiative-/Trend- oder Gap-Fill-Erwartung

Gamma-Regime (MenthorQ):

  • GEX-Regime: positiv (Pin/OA-Bias) oder negativ (Trend/OD-Bias — im NQ besonders beschleunigend)?
  • Open vs. Gamma-Flip-Level (über/unter → setzt den Regime-Bias)
  • Walls einzeichnen: Call-Wall (oben) · Put-Wall (unten) · HVL/größter Strike (Pin-Magnet) — als Konfluenz behandeln, die Orderflow-Bestätigung braucht (NQ-Walls weicher)

Tech-/Vortags-/US-Kontext:

  • Mega-Cap-/Tech-Layer (NQ-exklusiv): Megacap-Earnings (NVDA/AAPL/MSFT/AMZN/GOOGL/META — oft after-hours am Vortag / pre-market) · Semi-News (SOX) · große Single-Stock-Moves pre-market → dominiert evtl. den Open idiosynkratisch
  • Vortags-RTH-Struktur: Trend/Balance? Poor High/Low + Naked POC als Magnete/Overnight-Testpunkte markieren
  • VWAPs prüfen (Daily/Weekly/Monthly) → VWAP-Bias-Schnellread
  • Weekly Open · PWH/PWL einzeichnen (größere Ziele)
  • US-Kalender: 08:30 ET (NFP/CPI/PPI/Retail/Claims — vor Open, prägt Gap) vs. 10:00 ET (ISM/JOLTS/Confidence — nach Open, kann Typ kippen); FOMC-Tag (14:00 ET)? NQ zinssensitiver → reagiert schärfer auf Yields/CPI/FOMC
  • ES + Internals-Lean: ES synchron oder divergent? VXN/VIX-Niveau & -Richtung? Pre-Market-Breadth-Tendenz?

→ Pre-Open-Lean bilden (kein Verdikt): „Akzeptiert oder verwirft RTH die Overnight? Open im Initiative- oder Responsive-Territorium? Gamma eher Pin (OA) oder Expansion (OD/Trend)? Treibt ein Megacap-/Tech-Gap den Open idiosynkratisch?” — Der Lean grenzt 2–3 Typen aus; entschieden wird erst am Open (Bildschirm schlägt These).

→ Ergebnis Phase 0: erwartete Typen (2–3) + Bias-Seite (VWAP + Gamma-Regime) + die 2–3 Konfluenz-Level, die heute zählen.


Phase 1 — Am Open (09:30–~09:35 ET): Klassifizieren (Ebene 1)

Ziel: Den Open-Type bestimmen. Nicht traden, solange der Typ unklar ist. NQ-Warnung: Ein erster Air-Pocket-Stich sieht oft aus wie ein Bruch — erst das Verhalten nach dem Stich (Absorption vs. Follow-through) klassifiziert.

  • Treibt es einseitig, ohne zum Open zurückzukehren? (Air-Pockets, sehr schnelle Pace) → OD-Verdacht (auf neg.-Gamma-Tagen wahrscheinlicher; im NQ häufiger/violenter als im ES)
  • Testet es zuerst eine Referenz (ONH/ONL, PDH/PDL, Gap-Edge, Gamma-Wall), überschießt, findet dann kein Follow-through, dreht? → OTD-Verdacht
  • Echter Push → überschießt → Reject an Level (oft Gamma-Wall) → Reverse DURCH den Daily Open?ORR-Verdacht
  • Zweiseitig, rotiert, Edges/Walls halten (nach Stich), TICK oszilliert?OA-Verdacht (in-range vs. out-of-range prüfen; Pin-Strike beachten; Fake-Break-Gefahr)

→ Ergebnis Phase 1: ein Typ-Verdacht + das konkrete Level, an dem sich der Trade entscheidet.


Phase 2 — Trigger (Ebene 3): Orderflow am Level + Internals-Check

Ziel: Die Orderflow-Signatur des vermuteten Typs am Level sehen. Lese-Reihenfolge: Delta/CVD → Bookmap → DOM/Tape → Internals-Check (NASDAQ-TICK + ES-Cross-Check zuerst).

  • OD: Bookmap pullt (Drive-Seite) + Air-Pockets · CVD trendet ohne Divergenz · Tape einseitig · Internals: NASDAQ-TICK anhaltend einseitig, Breadth einseitig, ES synchron, VXN bestätigt
  • OTD: Absorption am Test-Level nach dem Overshoot-Stich (Wall hält, ideal Gamma-Wall) · CVD-Flip nach Rejection · Internals: TICK-Extrem ohne Follow am Test → TICK-Flip auf der Wende; ES bestätigt Wende
  • ORR: Absorption/Divergenz am Extrem nach Overshoot (oft Gamma-Wall) · CVD reversed durch den Daily Open · Tape-Flush · Internals: TICK-Divergenz am Extrem + Durchkippen, ES bestätigt NQ-Extrem nicht, ggf. VXN-Tick
  • OA: beide Edges/Walls halten nach Stich (Absorption beidseitig) · CVD oszilliert (Divergenz an beiden Rändern) · Internals: TICK oszilliert um Null, Breadth gemischt, VXN ruhig, ES+NQ ranged

→ Ergebnis Phase 2: Trigger bestätigt (oder nicht) + Internals-Conviction-Check. Kein Trigger = warten, nicht erzwingen. ES-Cross-Check widerspricht (bestätigt NQ-Extrem nicht) = Commitment senken oder Pass.


Phase 3 — Ausführung

  • DISZIPLIN-GATE: AMT-Seite ✓ + Level ✓ + Orderflow-Trigger ✓ — alle drei? Sonst KEIN Trade. (Internals/ES bestätigend = volle Größe; widersprechend = klein/Pass.)
  • Einstieg nach Typ:
    • OD → erster Pullback (RTH-Session-VWAP / Gamma-Flip / Opening-Range-Rücklauf / Micro-Flag) — im NQ tiefer/ruckartiger als ES, Limit konservativer ansetzen
    • OTD → auf der Wende in Drive-Richtung (nach Absorption an der Wall + CVD-/TICK-Flip; erst nach abgeschlossenem Overshoot-Stich)
    • ORR → auf Bestätigung des Reverse (Acceptance jenseits des Daily Open) — nicht den Overshoot greifen, Trap im NQ tiefer
    • OA → am Edge / Pin-Strike nur nach Stich + Absorption (nie blind — Fake-Break-Gefahr im NQ höher als im ES)
  • Stop: hinter das relevante Extrem — im NQ weiter als im ES (luftiges Buch, Overshoot atmen). Platzierung hinter den realistischen Spike-Punkt an LVN/Excess-Struktur, nicht knapp ans Extrem und nicht an runder Zahl. (Bewusst anders als ES, wo der Stop eng am Level sitzen darf.)
  • Ziel vor Einstieg benennen: nächstes Konfluenz-/Struktur-Level · POC · RTH-VWAP · Gegenrand · Gap-Fill · Naked POC · Pin-Strike/HVL — im violenten NQ Ziele eher großzügiger als im ES setzen

→ Ergebnis Phase 3: Position mit definiertem (weiterem) Stop und benanntem Ziel — beides vor dem Klick festgelegt.


Phase 4 — Management / Invalidierung

  • Bildschirm schlägt These: Druckt der Orderflow/Internals/ES-Cross-Check gegen den Kontext → Kontext revidieren, nicht verteidigen.
  • Übergang erkennen (zeigt sich zuerst im CVD + TICK am ersten Extrem und im ES-Cross-Check):
    • OD stallt + CVD-/TICK-Divergenz + ES bestätigt nicht + Snap durch Open → Failed OD → ORR (stärkstes Reversal; im NQ besonders heftig)
    • OTD-Test/Gamma-Wall bricht sauber (kein Overshoot-Halten) → OD in Testrichtung → kein Fade, mitgehen
    • OA-Edge bricht mit Acceptance (nach Stich kein Refresh) → Drive → von faden auf mitgehen umschalten (im NQ häufigster Übergang)
    • Gamma-Flip-Level bricht mit AcceptanceRegimewechsel (Pin→Trend) → Vol-Expansion erwarten (im NQ schnell)
  • Teilziel an Konfluenz-Level/Pin-Strike realisieren, Rest laufen lassen, solange der Typ trägt (NQ-Drives tragen oft weiter als „erlaubt”).
  • Bei Invalidierung raus — kein Nachverhandeln der These.

Handelsrichtung je Typ (Stolperstein-Klärung)

Faustregel: Du handelst immer die Bewegung, die durchträgt — nie die, die gerade scheitert. Bei OD/OTD/ORR hältst du am Ende mit der dominanten Richtung (Momentum). Nur OA ist ein echter Fade gegen den Rand.

Typ1. BewegungWas du fadestRichtung, die du hältstCharakter
ODDrive sofort— (nichts)mit dem DriveInitiative / Momentum
OTDTest (Probe, überschießt) gegen Referenz/Gamma-Wallden Test (kein Follow-through)mit dem Drive (entgegen Test)Initiative / Momentum
ORRechter Push (Initiative, überschießt)den Pushmit dem Reverse durch den OpenReversal → dann Momentum
OA— (Rotation)den Edge / Pin-Strike (nach Stich)gegen den Edge → POC/VWAP/GegenrandResponsive / Mean-Reversion

Konkret oben/unten:

  • OD up: treibt hoch → long auf Pullback (RTH-VWAP/Gamma-Flip), hältst long. (Pullback im NQ tiefer → Stop weiter.)
  • OTD: testet ONH/PDH/Call-Wall hoch, überschießt, scheitert, dreht → short auf der Wende, reitest den Drive runter. (Spiegelbild: Test runter an ONL/PDL/Put-Wall scheitert → long.)
  • ORR: pusht echt hoch, überschießt, abgelehnt (oft an Call-Wall), reversed runter durch den Openshort auf Bestätigung, Ziel Value/Gap-Fill. (Spiegelbild: Push runter → Reverse hoch → long.)
  • OA: oberer Rand/Call-Wall → short Richtung POC/VWAP/Pin; unterer Rand/Put-Wall → long — jeweils erst nach Stich + Absorption.

Drei Merkpunkte:

  1. Bei OTD/ORR fadest du nur die erste Bewegung — getragen wird die zweite (Momentum). Einstieg erst nach Bestätigung der Wende (CVD-Flip + Absorption nach dem Overshoot-Stich, ideal an Gamma-Wall), nie währenddessen. Im NQ den Stich abwarten — der Trap ist tiefer als im ES.
  2. OA-Fade nur bei in-range und nur mit Absorption am Edge nach dem Stich. Bei out-of-range nicht sofort faden — auf Acceptance/Rejection (IB-Auflösung) warten. Fake-Break-Gefahr im NQ höher.
  3. Internals/ES als Richtungs-Bestätiger: NASDAQ-TICK/Breadth + ES-Cross-Check müssen zur gehaltenen Richtung passen. ES bestätigt das NQ-Extrem nicht = schmaler Tech-Move = Frühwarnung, nicht ignorieren.

Ein-Blick-Karte (an den Monitor)

PRE-OPEN   →  Overnight auflösen (ON-Value: wandert/bleibt?) · Karte (OHLC + VWAPs + Gamma)
              Gap vs. Vortags-Value (NQ gappt groß) · GEX-Regime + Gamma-Flip
              Megacap-/Tech-Gap? · ES/Internals/VXN-Lean · 2–3 Level
09:30 ET   →  Typ? ........ OD / OTD / ORR / OA   (erst NACH dem Air-Pocket-Stich klassifizieren)
TRIGGER    →  Orderflow am Level (CVD → Bookmap → DOM/Tape) → INTERNALS (NASDAQ-TICK + ES-Cross-Check)
GATE       →  AMT-Seite + Level + Trigger — ALLE DREI? sonst kein Trade   (Internals/ES = Größe)
ENTRY      →  OD: Pullback RTH-VWAP/Gamma-Flip (tiefer!) · OTD: Wende n. Absorption (nach Stich)
              ORR: Reverse durch Daily Open (Overshoot NICHT greifen) · OA: Edge/Pin nur n. Stich + Absorption
STOP/ZIEL  →  Stop WEITER hinter Spike-Punkt an LVN/Excess (NQ atmet) · Ziel großzügig: Konfluenz/POC/VWAP/Gap-Fill/Pin
REGIME     →  Gamma-Flip bricht mit Acceptance? → Pin→Trend, Vol-Expansion (NQ schnell)
DRUCKT ES/NQ GEGEN MICH?  →  Kontext revidieren, nicht verteidigen

Die drei Disziplin-Sätze (auswendig)

  1. Erst klassifizieren, dann ausführen — nie umgekehrt. (Im NQ: erst den Air-Pocket-Stich abwarten, dann klassifizieren.)
  2. Alle drei Ebenen oder kein Trade — AMT-Seite, Level, Orderflow-Trigger. (Internals/ES bestimmen die Größe, nicht das Ob.)
  3. Bildschirm schlägt These — bei Widerspruch wird der Kontext revidiert, nicht die Realität.

Offene Punkte / später vertiefen

  • NQ-Overshoot-/Stop-Richtwerte je Typ (Punktwert-bewusst; NQ-Punktwert ≠ ES, Micro/MNQ als Sizing-Hebel) — Spiegelbild zur engen ES-Stop-Kalibrierung.
  • NQ-Gap-Statistik: Gap-Fill-Quote nach Größe/Richtung und Lage zur Vortags-VA, getrennt nach Index-Gap vs. Megacap-Earnings-Gap.
  • NASDAQ-TICK-Schwellen festklopfen: ab welchem Niveau „anhaltend einseitig” (OD) sauber von „oszillierend” (OA) trennt; Divergenz-Definition für den ORR-Frühwarner; Verhältnis NASDAQ-TICK ↔ NYSE-$TICK.
  • NQ-Gamma-Bruch-Quote: wie viel leichter NQ-Walls brechen als ES-Walls; Pin-Distanz zum HVL, ab der OA-Rotation statt Drive zu erwarten ist.
  • ES-NQ-Lead-Lag: wann der NQ führt vs. wann der ES-Cross-Check das ehrlichere Signal ist (Trend- vs. Reversal-Phasen).
  • RTH-IB-Extension (NQ): wann der IB-Break (09:30–10:30 ET) trägt vs. zurückfällt — IB im NQ breiter als im ES.
  • Konfluenz-Scoring: leichtes/mittleres/schweres Level operationalisieren (wie viele Referenzen = „schwer”; Gewicht einer „weicheren” Gamma-Wall im NQ-RTH).